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Zahnpasta – was empfiehlt der Zahnarzt? Der große Ratgeber

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Dr. Carina Nagyi-Panicz

Implantologe und All-on-4-Zahnersatzspezialist

Quelle des Titelbilds des Artikels: Canva

Einleitung: Zahnpasta ist nicht gleich Zahnpasta

Im Supermarkt stehen Dutzende Zahnpasten nebeneinander: aufhellend, sensitiv, für Kinder, gegen Mundgeruch, mit Aktivkohle, mit natürlichen Inhaltsstoffen, mit Fluorid oder eben ohne. Die Auswahl ist überwältigend – und für viele Menschen schlicht verwirrend. Dabei ist die Wahl der richtigen Zahnpasta keine triviale Entscheidung. Sie kann einen erheblichen Einfluss auf die Zahngesundheit haben.

In diesem Artikel erklären wir, worauf Sie bei der Wahl Ihrer Zahnpasta achten sollten, welche Inhaltsstoffe wirklich wichtig sind und was Zahnarztempfehlungen im Jahr 2025 beinhalten. Außerdem klären wir die häufigsten Missverständnisse rund um Fluorid, Whitening-Zahnpasten und Naturkosmetik.

Was macht eine gute Zahnpasta aus?

Eine Zahnpasta hat mehrere Aufgaben: Sie unterstützt die mechanische Reinigung der Zahnoberflächen, schützt den Zahnschmelz vor Säureangriffen, verhindert Karies, sorgt für frischen Atem und pflegt Zahnfleisch. Die entscheidenden Kriterien bei der Auswahl sind: Fluoridgehalt und -art, Schleifkörper (RDA-Wert), Zusätze wie Enzyme oder Hydroxylapatit sowie die individuelle Situation des Patienten.

Fluorid – das wichtigste Inhalts Mittel in der Zahnpasta

Die wohl wichtigste Frage bei der Zahnpasta-Wahl lautet: Mit oder ohne Fluorid? Die Antwort aus medizinischer Sicht ist eindeutig: Mit Fluorid. Fluorid ist der am besten untersuchte und wirksamste Wirkstoff zur Kariesprävention. Es stärkt den Zahnschmelz, indem es dessen Kristallstruktur (Hydroxylapatit) in eine stabilere Form (Fluorapatit) umwandelt, die weniger anfällig für Säureangriffe durch Bakterien ist.

Empfohlene Fluoridmengen: Kinder bis 2 Jahre: reiskorngroße Menge mit 500–1.000 ppm. Kinder 2–6 Jahre: erbsengroße Menge mit max. 1.000 ppm. Erwachsene: 1.450 ppm, wie in den meisten Standard Zahnpasten. Menschen mit hohem Kariesrisiko: bis zu 5.000 ppm auf Rezept. Der Mythos, dass Fluorid giftig sei, ist in den verwendeten Mengen in Zahnpasta wissenschaftlich widerlegt.

Der RDA-Wert – wie abrasiv ist Ihre Zahnpasta?

Der RDA-Wert (Relative Dentin Abrasion) gibt an, wie stark eine Zahnpasta den Zahnschmelz abreibt. Je höher der Wert, desto abrasiver die Paste:

  • RDA 0–30: Sehr niedrig abrasiv – geeignet für empfindliche Zähne und Kinderzahnpasten
  • RDA 30–70: Niedrig abrasiv – gut für normale Alltagspflege
  • RDA 70–100: Mittel – für normale Zähne geeignet
  • RDA 100–150: Hoch – Whitening-Zahnpasten, mit Vorsicht verwenden
  • RDA > 150: Sehr hoch abrasiv – nicht zur Daueranwendung geeignet

Für eine professionelle Zahnaufhellung empfehlen wir, Coradent Sopron zu besuchen.

Zahnpasta für empfindliche Zähne – was steckt dahinter?

Empfindliche Zähne (Dentinhypersensibilität) sind ein häufiges Problem. Betroffene reagieren auf Kälte, Hitze oder Süßes mit kurzen, scharfen Schmerzen. Spezielle Sensitiv-Zahnpasten wirken entweder durch Blockierung der Dentintubuli (Kaliumnitrat, Strontiumchlorid) oder durch Desensibilisierung des Nervs (Kaliumionen). Wichtig: Empfindliche Zähne können auch auf tiefergehende Probleme hinweisen – der Zahnarzt sollte die Ursache klären.

Whitening-Zahnpasten – halten sie, was sie versprechen?

Whitening-Zahnpasten können extrinsische Verfärbungen (durch Kaffee, Tee, Nikotin) durch abrasive Schleifkörper oder chemische Bleichmittel aufhellen. Auf intrinsische Verfärbungen haben sie kaum Wirkung. Eine Aufhellung um mehrere Nuancen ist durch Zahnpasta allein nicht möglich. Viele Whitening-Pasten sind zudem hoch abrasiv – wer sie täglich verwendet, riskiert langfristig Schäden am Zahnschmelz.

Aktivkohle-Zahnpasta – Trend ohne wissenschaftliche Basis

Schwarze Aktivkohle-Zahnpasta ist ein Marketingprodukt ohne überzeugend medizinischen Nutzen. Probleme: Aktivkohle-Zahnpasten enthalten meist kein Fluorid. Sie sind oft hoch abrasiv. Es gibt kaum klinische Studien, die eine Aufhellung Wirkung zeigen. Der Zahnarzt empfiehlt sie in der Regel nicht.

Zahnpasta ohne Fluorid – für wen sinnvoll?

Für gesunde Erwachsene ohne erhöhtes Kariesrisiko mit sehr guter Zahnhygiene ist fluoridfreie Zahnpasta eine akzeptable Wahl. Für Kinder, Menschen mit erhöhtem Kariesrisiko oder unregelmäßiger Zahnpflege ist der Verzicht auf Fluorid jedoch riskant. Eine interessante Alternative ist Hydroxylapatit, das den Zahnschmelz remineralisieren kann – jedoch noch nicht so gut erforscht wie Fluorid.


Möchten Sie wissen, welche Zahnpasta für Sie optimal ist? Kontaktieren Sie Coradent Sopron und vereinbaren Sie eine Beratung.

Spezielle Zahnpasten für besondere Bedürfnisse

  • Zahnpasta für Kinder: Mit reduziertem Fluoridgehalt und kindgerechtem Geschmack. Je kleiner das Kind, desto weniger Zahnpasta.
  • Zahnpasta bei Parodontitis: Mit antibakteriellen Inhaltsstoffen wie Zinnfluorid oder Chlorhexidin – nur auf Empfehlung des Zahnarztes.
  • Zahnpasta für Prothesenträger: Spezielle Formulierungen ohne Schleifkörper.
  • Zahnpasta für Schwangere: Ohne hormonell wirksame Inhaltsstoffe, idealerweise fluoridhaltig und mild.
  • Enzymatische Zahnpasten: Enthalten natürliche Enzyme wie Lactoperoxidase, die antibakteriell wirken.

Wie putzt man richtig – und warum spielt die Technik eine Rolle?

Die beste Zahnpasta nützt wenig, wenn die Putztechnik falsch ist. Empfohlene Technik: Zahnbürste im 45-Grad-Winkel zum Zahnfleischrand ansetzen. In kleinen Kreisbewegungen oder von Rot nach Weiß (vom Zahnfleisch weg) putzen. Mindestens 2 Minuten putzen – alle Flächen (Außen, Innen, Kauflächen). Zahnbürste alle 2–3 Monate wechseln.

Zahnpasta trägt zur Reinigung bei – aber die Mechanik der Bürste macht den größten Teil der Arbeit. Eine hochwertige Zahnpasta mit falscher Technik ist schlechter als eine günstige Zahnpasta mit guter Technik.

Regelmäßige professionelle Reinigung bleibt unverzichtbar. Lesen Sie mehr: Professionelle Zahnreinigung bei Coradent.

Die 5 häufigsten Fragen zur Zahnpasta – ausführlich beantwortet

Antwort: Die meisten Zahnärzte empfehlen eine fluoridhaltige Standard Zahnpasta mit 1.450 ppm Fluorid für gesunde Erwachsene. Der Markenname spielt eine untergeordnete Rolle – viel wichtiger sind der Fluoridgehalt, ein moderater RDA-Wert unter 80 und die individuelle Situation des Patienten. Allgemeine Trendprodukte wie Aktivkohle- oder fluoridfreie Zahnpasten werden von Zahnärzten in der Regel nicht empfohlen. Für spezifische Probleme wie Zahnfleischerkrankungen oder erhöhtes Kariesrisiko gibt es gezielte Empfehlungen, die mit dem Zahnarzt besprochen werden sollten.

Antwort: Nicht unbedingt. Günstige Drogeriemarken-Zahnpasten mit ausreichend Fluorid und moderatem RDA-Wert können genauso wirksam sein wie teure Markenprodukte. Oft zahlt man bei teuren Produkten für Verpackung, Branding und Zusätze, deren Wirkung wissenschaftlich nicht immer gut belegt ist. Ausnahmen: Spezielle medizinische Zahnpasta auf Rezept oder Produkte mit Wirkstoffen wie hochdosiertem Hydroxylapatit.

Antwort: Weniger als die meisten Menschen denken! Für Erwachsene reicht eine erbsengroße Menge (ca. 1–2 cm). Für Kinder unter 6 Jahren genügt ein reiskorngroßer Tupfer. Warum weniger besser ist: Zu viel Zahnpasta erzeugt viel Schaum, was dazu verführt, früher auszuspucken und den Mund auszuspülen – wodurch der Fluorid-Schutzfilm abgewaschen wird, bevor er wirken kann.

Antwort: Idealerweise nicht, oder zumindest nur sehr sparsam. Wenn Sie nach dem Putzen kräftig mit Wasser spülen, waschen Sie das Fluorid weg – bevor es vollständig in den Zahnschmelz eingebaut werden kann. Die beste Methode: Nach dem Putzen einfach ausspucken, ohne zu spülen. Wer das unangemessen findet, kann mit einem kleinen Schluck Wasser spülen – aber nicht kräftig gurgeln.

Antwort: In den empfohlenen Mengen ist Fluorid aus Zahnpasta für gesunde Erwachsene völlig sicher. Das Risiko einer Überdosierung durch normale Zahnpasta ist bei korrekter Anwendung (erbsengroße Menge, nicht schlucken) minimal. Bei Kindern ist mehr Vorsicht geboten: Kinderzahnpasta enthält reduzierten Fluoridgehalt, und Kinder sollten angeleitet werden, die Zahnpasta nicht zu schlucken. In Regionen mit bereits fluoridhaltigem Trinkwasser kann die gesamte Fluoridaufnahme erhöht sein – das sollten Eltern mit dem Zahnarzt besprechen.

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